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Daugavpils & Umgebung

Daugavpils – Kultur- und Festungsstadt im Südosten Lettlands
Daugavpils liegt im Südosten Lettlands an den Ufern der Daugava, unweit der Grenze zu Litauen und Weißrussland. Mit rund 83.000 Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt Lettlands und ein lebendiges Zentrum für Kultur, Bildung und Wirtschaft.
Die Stadt blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Gegründet im 13. Jahrhundert, entwickelte sie sich im 19. Jahrhundert unter russischer Herrschaft zur bedeutenden Festungsstadt, deren imposante Daugavpils-Festung noch heute Besucher in Staunen versetzt.
Daugavpils ist reich an kulturellen Schätzen: Das Mark-Rothko-Kunstzentrum ehrt den berühmten Maler, der hier geboren wurde, und zeigt moderne Kunstwerke internationaler Künstler. Auf dem Kirchenhügel stehen vier Kirchen verschiedener Konfessionen nebeneinander – orthodox, katholisch, lutherisch und altgläubig – und bilden zusammen ein beeindruckendes architektonisches Ensemble, das die religiöse Vielfalt der Region eindrucksvoll widerspiegelt.
Historische Bauwerke und die altehrwürdigen Stadtviertel mit Architektur aus dem 19. Jahrhundert erzählen von der bewegten Vergangenheit der Stadt.
 
Rēzekne – das Herz von Latgale
Rēzekne liegt im Osten Lettlands, mitten in der grünen Region Latgale, an den Ufern des gleichnamigen Flusses. Mit rund 30.000 Einwohnern ist sie das kulturelle und spirituelle Zentrum der Region, oft auch „das Herz von Latgale“ genannt.
Die Stadt wurde im Mittelalter rund um eine Festung des Livländischen Ordens gegründet und war im Laufe der Jahrhunderte unter der Herrschaft von Polen, Russen und Deutschen – jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen. Heute vereint Rēzekne Tradition und Moderne auf harmonische Weise.
Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten gehören die Ruinen der mittelalterlichen Burg von Rēzekne, das moderne Latgale Kultur- und Kunstzentrum GORS, die prächtige Christi-Himmelfahrts-Kathedrale, die Herz-Jesu-Kathedrale sowie zahlreiche Denkmäler, die an die Geschichte der Region erinnern.
Rēzekne beeindruckt durch ihre grüne Umgebung, gastfreundliche Menschen und reiche Kultur. Besucher können traditionelle Feste, Handwerkskunst und die authentische Küche Latgales erleben – eine perfekte Kombination aus Geschichte, Natur und regionalem Charme.

Aglona – das spirituelle Zentrum Lettlands
Aglona liegt im Osten Lettlands, in der Region Latgale, umgeben von sanften Hügeln, klaren Seen und stillen Wäldern. Der Ort zählt zu den wichtigsten Wallfahrtszielen Nordeuropas und zieht jedes Jahr Tausende Pilger an.
Berühmt ist Aglona vor allem für die Basilika der Himmelfahrt der Jungfrau Maria – ein barockes Meisterwerk aus dem 18. Jahrhundert. Sie beherbergt ein wundertätiges Marienbild aus dem 17. Jahrhundert, das nur zu religiösen Festen enthüllt wird und von Gläubigen als heilkräftig verehrt wird.
Jedes Jahr am 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt, findet eine der größten Wallfahrten Nordeuropas statt: Tausende Pilger aus Lettland, Litauen, Polen und anderen europäischen Ländern reisen nach Aglona, um den Feiertag zu begehen.
 Neben der Basilika können Besucher den Christus-König-Hügel erkunden, einen Holzskulpturenkomplex mit 54 biblischen Figuren, einer Holzkirche, einem Paradiesgarten und der Arche Noah.
In der Nähe befindet sich auch das Brotmuseum, das die alten Backtraditionen Latgales zeigt.
Aglona – ein Ort der Ruhe, Besinnung und Inspiration für jeden Besucher.
 
Koknese – historische Burgstadt an der Düna
Die ehemalige Hansestadt Koknese liegt im Zentrum Lettlands, am Ufer der Düna (Daugava), etwa 100 km östlich von Riga. Mit rund 3.500 Einwohnern ist die Stadt klein, aber reich an Geschichte und Natur.
Die Stadt ist besonders bekannt für die Burgruine von Koknese, die auf einem Hügel über der Düna thront und einst eine mächtige Festung des Livländischen Ordens war. Sie wurde 1209 erbaut und erhob sich jahrhundertelang 40 m über dem Fluss, bevor sie, wie auch die Kirche von Iksikle, 1967 dem Staudammprojekt zum Opfer fiel. Heute kann man die Ruinen erkunden und den Panoramablick über das Flusstal genießen.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind der Koknese-Park, der im 19. Jahrhundert angelegt wurde, die Holzarchitektur des historischen Stadtkerns sowie zahlreiche Naturpfade entlang der Düna. Koknese ist zudem ein beliebtes Ziel für Wandern, Radfahren und Bootsfahrten.
 
Alūksne – die Perle Nordlettlands
Alūksne liegt im Nordosten Lettlands, in der historischen Region Vidzeme, umgeben von zahlreichen Seen und Wäldern. Mit rund 7.500 Einwohnern ist sie eine kleine, aber sehr charmante Stadt, bekannt für ihre naturnahe Lage und historische Bedeutung.
Die Stadt ist besonders berühmt für den Alūksne-See, an dessen Ufer sich der Alūksne-Park erstreckt, sowie für die historische Burg Alūksne, die heute als Museum dient und einen Einblick in die wechselvolle Geschichte der Region gibt. Besucher können auch die Holzarchitektur des Stadtzentrums, alte Herrenhäuser und Kirchen erkunden.
Alūksne bietet zudem zahlreiche Freizeitmöglichkeiten: Wandern, Radfahren, Bootsfahrten auf den Seen und kulturelle Veranstaltungen wie Musik- und Kunstfestivals. Die Kombination aus Natur, Geschichte und lokaler Kultur macht Alūksne zu einem reizvollen Ziel für Familien, Naturliebhaber und Kulturtouristen.
 
Gulbene – Eisenbahnstadt  in Vidzeme
Gulbene liegt im Nordosten Lettlands in der Region Vidzeme und zählt rund 9.000 Einwohner. Die Stadt ist besonders bekannt für die Schmalspurbahn Gulbene–Alūksne, eine der letzten noch betriebenen Schmalspurbahnen Lettlands. Auf der 33 km langen, landschaftlich reizvollen Strecke dauert die Fahrt etwa 1 Stunde 25 Minuten, und die Bahn verkehrt dreimal täglich in beide Richtungen. Besonders sehenswert ist auch der historische Bahnhof von 1926, eines der größten und beeindruckendsten Bahnhofgebäude Lettlands.
 
Gulbene beeindruckt zudem durch ihre restaurierten Gutshäuser:
  • Vecgulbene Manor im neogotischen Stil beherbergt heute ein Hotel und Restaurant. 
  • Jaungulbene Manor zeigt den eklektischen Stil des späten 19. Jahrhunderts und gilt als bedeutendes Architekturdenkmal der Region. 
  • Litene Manor mit klassizistischer Architektur liegt malerisch am Fluss Pededze und erzählt von der spannenden Geschichte des Adels in Vidzeme.

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